Hallo allerseits,

letztes Jahr bekam ich von einer früheren Kollegin einen Reisebericht per Mail aus Neuseeland. Hat mir echt gut gefallen, weshalb ich mich hier mal als Nachahmer betätige.


Mexiko Stadt


19.11. Abendessen am Zocalo



Es sollte ein langer Tag werden. Zwischen dem Läuten des Weckers im Frankfurter Hotel und dem Ausschalten des Lichtes in Mexiko Stadt sollten 26 Stunden vergehen. (Nebenbemerkung für Insider: Delta ist 'ne nette Fluggesellschaft- solange man nicht mit denen fliegt.) Leider gibt es keine sinnvollen Direktflüge, also geht es via Atlanta nach Mexiko. besonders lästig: Obwohl ich in Atlanta nur umsteige, muss ich das ganze Einreiseprocedere über mich ergehen lassen...

Schon der Anflug auf Mexico Stadt am Abend war spektakulär: ein Lichtermeer ohne Ende. Ohne Ende (und chaotisch) war auch die 12km-Fahrt zum Hotel (Gottlob nur als Beifahrer).

Im Hotel Best Western Majestic angekommen, habe ich Hunger und gehe auf die Dachterasse im 6. Stock - und prompt verschlägt es mir die Sprache: Der Blick auf den Zocalo (zweitgrößter Platz der Welt) mit der beleuchteten Kathedrale und dem beleuchteten Nationalpalast ist absolut einmalig. Dazu ein erstklassiges Essen und ein kühles Bier.

 


20.11. Mikrofon-Probe am 6 Uhr früh


Die Nacht ist aber kurz. Nach 5 Stunden Schlaf weckt mich die Mikrofon-Probe. Schließlich ist heute Revolutionstag und die Hauptveranstaltung findet an eben diesem Zocalo statt: Militärparade, akrobatische Darbietungen, Musik und eine Rede des Präsidenten. Ist einerseits toll. Andererseits: Wie kommt man aus dem Hotel raus, wenn alle Paraden direkt vor der Eingangstür vorbeiführen ?!?!?!

Irgendwann schaffe ich es, mich zum Torre Latinoamericana durchzuschlagen, dem höchsten Wolkenkratzer Mexikos: Die Sicht aus dem 44. Stock ist einfach toll.

Noch besser ist aber der Blick am späten Nachmittag von der Dachterasse. Ich habe Glück: Heute ist einer der 10 Tage im Jahr ohne Smog. Hinter dem Nationalpalast bauen sich die beiden 5000er, die Schlafende Frau (irgendwas mit ...uatl) und der Popocatepetl auf. Wow! Alleine für diesen Blick hat sich die Reise nach Mexiko schon gelohnt. Kein Wunder, dass die Bar hier oben beliebt für einen Absacker ist.

 


21.11. Zerstörte Kulturen



Das Antrophologische Museum, das über alle Indigenia-Kulturen Mexikos informiert, ist wahnsinnig interessant und mindestens genauso groß und anstrengend. Erschreckend, was die Europäer da alles zerstört haben... Ich wollte mir in erster Linie die Maya-Sektion anschauen - geht leider wegen Renovierungsarbeiten nicht. Das Museum ist aber so groß, so umfassend und so spektakulär, dass ich mit offenem Mund von einer Abteilung zur anderen gehe.

Wie wäre die Geschichte der Menschheit verlaufen, wenn die Kulturen der Maya, der Azteken und der Inka damals nicht zerstört worden wären?

Zum Museum und zurück geht's per U-Bahn, schnell, preiswert und knalleng. (Preisfrage: Wieviel tausend Mexikaner passen in einen U-Bahn-Wagen?). Tip: Mindestens doppelt so viele, wie Du denkst :-D

Abends fühle ich mich besch... Bin total dehydriert. Für 50 US-$ spritzt mich ein Arzt wieder fit. Die Infusion tut mir gut. Hatte die Höhenlage total unterschätzt und es nicht gerade langsam angehen lassen. Immerhin liegt die Stadt auf 2.350 Metern Höhe.

Man merkt die Höhe überhaupt nicht, da es durch die Kombination aus südöicher Lage und Höhe angenehm warm ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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